Das lange Ende von Schwarz-Grün
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die prekäre Lage, in welcher sich der konservative Senat befindet, zu umschreiben. „Die Regierung Beust hat jegliche Bindung an die Bevölkerung verloren und gibt das Geld mit vollen Händen für exklusive Konzertsäle und Straßenbahnen aus, während sozial Bedürftigen weitere Grausamkeiten zugemutet werden. Dies wird die CDU bei der nächsten Bürgerschaftswahl teuer zu stehen kommen“, analysiert ein älterer Herr mit eisgrauen Haaren ganz hanseatisch-unterkühlt am SPD-Infostand die Lage. Wahre Worte sind das, spiegeln sie doch die aktuelle Stimmung in der Hamburger Bevölkerung wieder. Man könnte es auch anders

Rainer Sturm / Pixelio.de
ausdrücken, so wie der 25-jährige Robin, Azubi aus Barmbek: „Das ist doch Stirb langsam Teil 5, was da im Rathaus läuft. Beust und Co. interessieren sich nicht für die Probleme der kleinen Leute. Die kleben an ihren Sesseln und wurschteln sich so durch bis zur nächsten Wahl.“
In der Tat: Die neuen Umfrage-Ergebnisse sind eine weitere schallende Ohrfeige für Ole von Beust und seine schwächelnde Senatsmannschaft. Mit 39% konnte die SPD wieder zwei Prozentpunkte zur letzten Umfrage zulegen und befindet sich weiter auf der Überholspur. Die CDU büßt mit 36% nahezu sieben Prozent ihres letzten Wahlergebnisses ein. Auf die Grünen entfielen 11 %, die FDP wird mit 5%, die Linkspartei mit 6% gemessen. Damit hätte Schwarz-Grün die Mehrheit im Parlament verloren. Als Zweierbündnis käme nur Rot-Grün sowie eine große Koalition in Frage.
Die neuen Zahlen sollen uns Mut machen! Die SPD tritt wieder geschlossen auf und steht bereit, an erfolgreichen 44 Jahre Regierungspolitik anzuknüpfen. Fest steht: Die Hamburger Bevölkerung wünscht sich eine selbstbewußte und kämpferische Sozialdemokratie, die jedoch niemals übermütig wird, sondern auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Eine Stadt der wirtschaftlichen Stärke in der es sozial gerecht zugeht, das sollte unser Anliegen bleiben und dafür kämpfen wir gemeinsam. Der Wechsel ist zum Greifen nah!
Timo Hempel